Integrales Wassermanagement

Gemeinsam in Wassereinzugs­gebieten denken

Ova da Cluozza, Schweizerischer Nationalpark (Foto © Hans Lozza)
Ova da Cluozza, Schweizerischer Nationalpark (Foto © Hans Lozza)

Stand der Dinge

Unser Motto: «Das Machbare tun». Wir machen Fortschritte sichtbar – mit Einblicken in die Projekte, mit Bildern, Filmen und Geschichten aus der Umsetzung. Der Stand wird jährlich aktualisiert, neue Inhalte kommen laufend dazu.

Die zunehmende Trockenheit erfordert eine stärkere Koordination der Ansprüche an die Wasserressourcen. Vor diesem Hintergrund wurden die Inhalte der Massnahme 1 zusätzlich als Entwicklungsschwerpunkt in das Regierungsprogramm 2025–2028 aufgenommen. Die Umsetzungsarbeiten konzentrieren sich auf vier zentrale Schwerpunkte:

  • Gesamtheitliche Übersicht über alle bewilligten Wasserentnahmen pro Einzugsgebiet: Die für die Wasserkraftnutzung konzessionierten Entnahmen wurden durch das Amt für Energie und Verkehr (AEV), jene für weitere Zwecke (z. B. Beschneiung, Bewässerung) durch das Amt für Natur und Umwelt (ANU) im Geographischen Informationssystem (GIS) erfasst. Damit stehen digital und räumlich verortet Entscheidungsgrundlagen zur Verfügung.
  • Situationsanalyse zur Identifikation von Gebieten mit erhöhtem Wassermangelrisiko: Grundlage bilden regionalisierte Klima- und Niederschlagsprognosen, die aus globalen Klimamodellen abgeleitet werden. Eine entsprechende Webanwendung von MeteoSchweiz liegt bereits vor. Eine gesamtschweizerische Aktualisierung ist in Arbeit.
  • Konzept für ein integrales Wassermanagement mit Pilotumsetzungen in ausgewählten Einzugsgebieten: Der Bund stellt hierzu inzwischen etablierte methodische Grundlagen bereit, die unter anderem auf Analysen im Unterengadin basieren. Eine erste Testanwendung wurde in der Gemeinde Bregaglia in Zusammenarbeit mit dem Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (EWZ) umgesetzt und durch den Kanton anteilig finanziert.
  • Monitoring zur laufenden Beurteilung von Trockenheit: In Zusammenarbeit mit den Wasserversorgungen wurden geeignete, oberflächennahe Quellen identifiziert und deren Absenkverhalten nach Niederschlagsereignissen analysiert.

Umsetzungsziele

  • Der Kanton führt in enger Zusammenarbeit mit den interessierten Gemeinden und weiteren Partnern ein Pilotprojekt zur integralen Wasserwirtschaft in Wassereinzugsgebieten durch. Alle Aktivitäten zur Nutzung des Wassers (u. a. für Trink-, Lösch-, Brauch-, Bewässerungswasser, Wasser zur Energieproduktion und Beschneiung), zum Schutz vor dem Wasser und zum Erhalt der Wasserressource für wassergebundene Lebensräume mit ihrer typischen Flora und Fauna sollen dabei bis Ende 2025 zusammenhängend unter Berücksichtigung der Gewässerfunktionen sowie des Klimawandels betrachtet werden.
  • Die Erkenntnisse aus der Umsetzung sollen in die integrale Wasserwirtschaft in weiteren Wassereinzugsgebieten einfliessen.
Massnahmenblatt