Kleingewässer

Aufwerten, vernetzen und neu schaffen

Weiher Roveredo (Foto © Mayk Wendt)
Weiher Roveredo (Foto © Mayk Wendt)

Stand der Dinge

Unser Motto: «Das Machbare tun». Wir machen Fortschritte sichtbar – mit Einblicken in die Projekte, mit Bildern, Filmen und Geschichten aus der Umsetzung. Der Stand wird jährlich aktualisiert, neue Inhalte kommen laufend dazu.

Vor allem auf den Talböden besteht ein Mangel an Weihern, Teichen und Tümpeln für Amphibien, Libellen und viele andere Organismen. Vielerorts fehlen genügend geeignete Gewässer, naturnahe Landlebensräume sowie verbindende Strukturen. Um diese Defizite gezielt anzugehen, haben wir erste Konzepte und Aktionspläne erarbeitet: den Biotopverbund für das Albulatal und Misox, ein Gesamtkonzept Talgewässer Domleschg sowie Aktionspläne für Teichmolch, Kammmolch und temporäre Gewässer. Zudem wurden verschiedene Einzelprojekte umgesetzt oder befinden sich in Planung.

Gemeinsam mit Gemeinden, Grundeigentümern, Unternehmen, erfahrenen Maschinisten und Fachpersonen haben wir bisher 25 Kleingewässer neu geschaffen und über 160 bestehende aufgewertet und gepflegt; weitere 26 sind gegenwärtig im Bau oder in Planung. Die Umsetzung des Biotopverbundkonzepts Albulatal wird voraussichtlich Ende 2026 abgeschlossen.

Gleichzeitig bestehen noch Wissenslücken zu Kleingewässern in höheren Lagen und im Wald. Weitläufige und schwer zugängliche Gebiete sind eine grosse Herausforderung bei der Erfassung der Objekte. Entsprechend haben wir eine Kartierungsmethodik auf Basis von Luftbildern und Topografiedaten entwickelt. Feldbegehungen zur Validierung werden ab dem Jahr 2026 durchgeführt.

Umsetzungsziele

  • Der Kanton verbessert die Rahmenbedingungen und fördert lokale Bestrebungen, damit stehende Kleingewässer wie Weiher und Tümpel erhalten, gepflegt, saniert, vernetzt und neu geschaffen werden. Insbesondere in den Tal- und Gunstlagen soll im Rahmen der Möglichkeiten die Dichte an Kleingewässern mit den dazugehörigen Landlebensräumen erhöht werden, bis ein funktionierendes Netzwerk besteht.
Massnahmenblatt

Einblick in die Arbeit

Foto © Mayk Wendt
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Ein Bagger modelliert ein neues Laichgewässer für Amphibien. Die ehemaligen Auen der Moesa bieten dafür günstige Voraussetzungen.

Foto © Mayk Wendt
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Gute Planung ist die halbe Miete: Fachleute, Behörden, Gemeinden und ausführende Unternehmen besprechen vor Ort die nächsten Schritte. Nur wenn Standortwahl, Wasserhaushalt und Pflege langfristig mitgedacht werden, können neue Amphibiengewässer dauerhaft funktionieren.

Foto © Mayk Wendt
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Mehrere nahe beieinander liegende Kleingewässer bilden ein wertvolles Netzwerk für Amphibien, Libellen und viele weitere Arten. Gleichzeitig bereichern sie die Landschaft und erhöhen ihre ökologische Vielfalt.

Das Projekt im Film

Aus dem Newsroom

Alle Berichterstattungen in öffentlichen Medien bündeln und teilen wir hier. Der Newsroom wird laufend erweitert und aktualisiert.

Foto © Mayk Wendt

Wie das Misox seine Amphibien rettet

Im Misox entstehen neue Weiher, die einigen der seltensten Amphibien Graubündens wieder Lebensraum und Zukunft geben. Wie Gemeinden, Kanton, Fachleute und Talbevölkerung gemeinsam ein verlorenes Naturerbe zurückholen, zeigt ein Projekt, das weit über das Tal hinaus Hoffnung macht.

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