Biodiversitätsfreundliche kantonale Liegenschaften

Ökologische Aufwertung und Pflege von Grünflächen bei Hochbauten und Anlagen des Kantons

Mehlschwalben (Foto © Marcel Burkhardt, Ornifoto.ch)
Mehlschwalben (Foto © Marcel Burkhardt, Ornifoto.ch)

Stand der Dinge

Unser Motto: «Das Machbare tun». Wir machen Fortschritte sichtbar – mit Einblicken in die Projekte, mit Bildern, Filmen und Geschichten aus der Umsetzung. Der Stand wird jährlich aktualisiert, neue Inhalte kommen laufend dazu.

Eine bewusste Gestaltung von Gebäuden und Aussenräumen fördert nicht nur die biologische Vielfalt, sondern verbessert auch die Lebensqualität der Menschen. Naturnahe Grünflächen sind attraktiv, resilient, speichern Wasser und wirken bei Hitze kühlend. Der Kanton fördert naturnahe Grünflächen bei seinen eigenen Hochbauten und Anlagen und nimmt damit seine Vorbildrolle wahr.

Im Gleichschritt mit Massnahme 15 wendet das Hochbauamt die dort entwickelte handlungsorientierte Methode zur Aufwertung und Pflege von Grünflächen an. Im Jahr 2025 wurden der Ist-Zustand und das Potenzial von sechs Bauten/Anlagen analysiert. Die daraus entstandenen Grundlagenpapiere – einschliesslich fundierter Kostenschätzungen – dienten der Geschäftsleitung als Entscheidungsgrundlage und zur Staffelung der Umsetzung. Erste Aufwertungsmassnahmen wurden 2025 bei der Kantonsschule Halden in Chur realisiert.

Bauten und Anlagen im Immobilienportfolio des Hochbauamts in der Region Bündner Rheintal, in der Agglomeration Chur sowie im unteren Prättigau wurden triagiert. Die Situationsanalysen sind auf die Jahre 2026 bis 2028 verteilt.

Parallel dazu wurde im Rahmen eines «Fast Checks» geprüft, ob das Potenzial für naturnahe, klimafitte und attraktive Aussenräume bei Planungsarbeiten von Neubauten ausgeschöpft wird. An einer Veranstaltung mit den objektbetreuenden Mitarbeitenden des Hochbauamts wurden die Methodik sowie die Bedeutung des Unterhalts und der Pflege vermittelt. In ähnlicher Form wurde das Thema auch allen Mitarbeitenden des Hochbauamts vorgestellt.

Aufgrund begrenzter Personalressourcen im Hochbauamt muss das Umsetzungstempo der Massnahme reduziert und die Anzahl zu bearbeitender Bauten und Anlagen pro Jahr entsprechend angepasst werden.

Umsetzungsziele

  • Der Kanton nimmt seine Vorbildrolle bei der Umsetzung von Massnahmen im Bereich der Siedlungsökologie verstärkt wahr.
  • Sämtliche geeigneten Grünflächen bei den kantonseigenen Hochbauten und Anlagen werden ökologisch aufgewertet und gepflegt oder von Beginn weg biodiversitätsfördernd geplant. Auch geeignete versiegelte Flächen werden identifiziert und ökologisch aufgewertet.
  • An den Gebäuden werden, wo sinnvoll und technisch möglich, zusätzliche ökologische Aufwertungsmassnahmen umgesetzt. Dabei werden auch vorhandene Tierfallen (Licht, Glas, Lichtschächte etc.) möglichst entschärft. Die Kantonsgebäude entsprechen zudem den einschlägigen Empfehlungen zur Vermeidung von Lichtemissionen.
Massnahmenblatt

Einblick in die Arbeit

Foto © ANU
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Kanti Halde vor der ökologischen Aufwertung: Triste Grünflächen, kaum Lebensraumstrukturen, geringe Aufenthaltsqualität im Freien.

Foto © ANU
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Es tut sich etwas rund um die Kanti. Im Winter 2025 beginnen die Aufwertungsmassnahmen.

Foto © ANU
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Unzählige einheimische Sträucher stehen zum Pflanzen bereit.

Foto © ANU
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Schon bald wird diese nackte und abweisende Betonwand von Kletterpflanzen verdeckt.