LiveAlpsNature
Biodiversität und Tourismus im Alpenraum

Stand der Dinge
Unser Motto: «Das Machbare tun». Wir machen Fortschritte sichtbar – mit Einblicken in die Projekte, mit Bildern, Filmen und Geschichten aus der Umsetzung. Der Stand wird jährlich aktualisiert, neue Inhalte kommen laufend dazu.
22. Mai 2026
Wie können innovative und naturverträgliche Modelle die lokale Tourismuswirtschaft und die Biodiversität in Einklang bringen? Im Rahmen des internationalen Interreg-Projekts «LiveAlpsNature» (vormals VisitAlpsNature) wurden 2025 erste zentrale Grundlagen erarbeitet. Eine alpenweite Literaturrecherche zeigt die Auswirkungen von Outdoor-Aktivitäten sowie des Klimawandels auf die Biodiversität. Online-Umfragen zur Wahrnehmung von Besuchenden (rund 1200 Rückmeldungen) und Leistungsträgern lieferten zusätzliche Erkenntnisse. Ergänzend dazu gaben Experteninterviews in verschiedenen Nationalpärken im Alpenraum wertvolle Einblicke in die Auswirkungen von Tourismus auf Biodiversität, von denen auch der Schweizerische Nationalpark profitieren kann.
Parallel dazu wurden innovative Ansätze im Bereich «One Health» entwickelt. «One Health» anerkennt, dass die Gesundheit von Menschen, Tieren und Umwelt eng miteinander verbunden ist und deshalb nur gemeinsam geschützt und gefördert werden kann. Zusammen mit der Paracelsus Medical University in Salzburg entsteht mit dem BREATHE-Score ein Instrument zur Bewertung des Gesundheitspotenzials von Wanderwegen. Erste Anwendungen in der Region sind in Vorbereitung.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Harmonisierung von Daten zu Schutzgebieten und der Besucherlenkung. Durch die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern und Initiativen wie «Digitize the Planet» werden Grundlagen geschaffen, um Schutzbestimmungen künftig besser in digitale Plattformen zu integrieren. Das Netzwerk Schweizer Pärke ist seit 2025 Mitglied bei «Digitize the Planet». In Massnahme 24 konnten damit trotz personeller Engpässe zentrale Arbeitsschritte angestossen werden.

Umsetzungsziele
- Im Rahmen des Projekts «LiveAlpsNature» sollen die fachlichen Grundlagen zur Erarbeitung umfassender Besucherkonzepte in Graubünden entwickelt werden, welche es den lokalen Akteuren ermöglichen wird, sowohl bestehende Angebote anzupassen und Besucherströme zu lenken, als auch neue Angebote für weniger entwickelte (Rand-)Regionen zu schaffen. Unterstützt werden diese Bemühungen zum Erhalt sensibler Naturgebiete durch moderne Kommunikations- und Informationsinstrumente. Das Projekt geht davon aus, dass die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt eng miteinander zusammenhängen (One Health-Ansatz).