Biotopbäume im Offenland

Als Lebensraum verstehen, erhalten und fördern

Biotopbaum im Offenland (Foto © oekoskop)
Biotopbaum im Offenland (Foto © oekoskop)

Stand der Dinge

Unser Motto: «Das Machbare tun». Wir machen Fortschritte sichtbar – mit Einblicken in die Projekte, mit Bildern, Filmen und Geschichten aus der Umsetzung. Der Stand wird jährlich aktualisiert, neue Inhalte kommen laufend dazu.

Grosse und alte Einzelbäume sind faszinierend. Als sogenannte Biotop- oder Habitatbäume bieten sie wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tier-, Pilz- und Flechtenarten.

In ausgewählten Gebieten sollen solche Bäume (z. B. Bergahorne, Eichen, Linden) gezielt erhalten werden. Ihre Vitalität wird durch das Zurückdrängen beschattender Konkurrenten gestärkt. Gleichzeitig werden geeignete Jungbäume gefördert und neue Einzelbäume zur besseren Vernetzung zwischen Beständen gepflanzt. Das stärkt die Biodiversität und trägt zur Unverwechselbarkeit der verschiedenen Landschaften bei.

Die Kriterien für die Auswahl von Habitat-/Biotopbäumen im Offenland sowie deren Vergütung wurden erarbeitet. Der Kanton unterstützt Landbesitzende und Bewirtschaftende mit neuen und optimierten Fördermassnahmen sowie regionalen Pilotprojekten. Ziel ist es, Biotopbäume im Offenland und in Hecken langfristig zu erhalten und/oder neue Einzelbäume im Offenland zu pflanzen.

Drei Pilotregionen wurden ausgewählt. In der Pilotregion Prättigau sind die Kartierungsarbeiten weit fortgeschritten. In den beiden anderen Pilotregionen – Bündner Herrschaft und Domleschg-Heinzerberg – wurden im Sommer und Herbst 2025 sowie im Frühjahr 2026 ebenfalls zahlreiche Bäume kartiert. Die Grundeigentümer wurden kontaktiert. Sie haben ein Angebot für einen sogenannten «Habitatbaum-Vertrag» mit einer entsprechenden finanziellen Abgeltung vom Kanton erhalten. Der Abschluss eines solchen Vertrags ist freiwillig.

Allein bis Ende 2025 konnten im Prättigau 37 Habitatbäume und 9 Kandidatenbäume vertraglich gesichert sowie 24 Bäume neu gepflanzt werden. Weitere Verträge für einige Dutzend Bäume sind noch in Erarbeitung. Ein Förderkonzept für Bergahorne im Prättigau liegt vor.

Umsetzungsziele

  • Der Kanton unterstützt mit neuen und optimierten Fördermassnahmen und regionalen Pilotprojekten Landbesitzende und Bewirtschaftende dabei, Biotopbäume im Offenland und in Hecken langfristig zu erhalten und/oder neue Einzelbäume im Offenland zu pflanzen.
  • Der Verlust an wertvollen Biotopbäumen im Offenland wird gestoppt.
Massnahmenblatt

Einblick in die Arbeit

Foto © oekoskop
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«Es ist schwierig, sich der Faszination zu entziehen, die von Bergahornen ausgeht», sagt Monika Martin, Co-Projektleiterin des beigezogenen Beratungsbüros oekoskop.

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Einzelbäume verleihen vielen Bündner Kulturlandschaften ihren unverwechselbaren Charakter. Gleichzeitig sind sie wertvolle Lebensräume und Trittsteine für zahlreiche Arten. Ihr Erhalt ist deshalb ein wichtiges Anliegen der kantonalen Biodiversitätsstrategie.

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Blick in die Krone eines alten Bergahorns: Seine Qualität als Biotopbaum und Artenhotspot lässt sich erahnen.

Aus dem Newsroom

Alle Berichterstattungen in öffentlichen Medien bündeln und teilen wir hier. Der Newsroom wird laufend erweitert und aktualisiert.

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Im Prättigauer «Bergahorn-Jagdfieber»

Mysteriös und eigenwillig stehen sie auf einzelnen Wiesen, die Bergahorne des Prättigaus. Allzu viele sind es nicht mehr, denn ihr einstiger Wert wird heute kaum erkannt. Und beim Wissen um ihre enorme Bedeutung für andere Lebensgemeinschaften steckt man noch in den Kinderschuhen. Der Kanton Graubünden möchte die Bergahorne im Prättigau fördern, bevor der letzte prächtige Altbaum verschwunden ist.

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Bergahornförderung auf dem Grüscher Älpli (Bündner Wald Februar 2021)