Seltene, prioritäre Arten
Besonders seltene und prioritäre Arten im Kanton erhalten und fördern

Stand der Dinge
Unser Motto: «Das Machbare tun». Wir machen Fortschritte sichtbar – mit Einblicken in die Projekte, mit Bildern, Filmen und Geschichten aus der Umsetzung. Der Stand wird jährlich aktualisiert, neue Inhalte kommen laufend dazu.
22. Mai 2026
Graubünden beherbergt zahlreiche seltene und gefährdete Arten, für deren Erhaltung der Kanton eine besondere Verantwortung trägt. Grundlage für ihren Erhalt sind intakte, ausreichend grosse und miteinander vernetzte Lebensräume. Für manche Arten reicht die Lebensraumförderung jedoch nicht mehr aus. Ihre Bestände sind bereits so stark zurückgegangen, dass zusätzliche, gezielte Fördermassnahmen notwendig sind. Mit der Massnahme M16 erarbeitet und koordiniert der Kanton die dafür nötigen Grundlagen und setzt konkrete Förderprogramme für prioritäre Arten und Artengruppen um.
Im Jahr 2025 wurden wichtige Grundlagenarbeiten vorangetrieben. Die Liste der kantonalen Prioritätsarten bei den Vögeln wurde erarbeitet und veröffentlicht. Zudem wurden die Arbeiten an einem Auerhuhnkonzept aufgenommen. Für die Artengruppen Vögel, Fische und Krebse sowie mittelgrosse und grosse Säugetiere wurde ein Gesamtkonzept Artenförderung erarbeitet. Bestehende Ablaufplanungen zu den Aktionsplänen für Fischotter und Dohlenkrebs wurden aktualisiert.
Auch die konkrete Umsetzung der Artenförderung wurde ausgebaut. Im Bereich Fauna befanden sich acht Aktionspläne in der Umsetzung, drei weitere wurden neu erarbeitet. Hinzu kamen mehrere Förderprogramme für einzelne Arten sowie für ganze Artengruppen. Bei den Pflanzen liefen 27 Aktionspläne sowie Projekte zur Ackerbegleitflora, Rebbergflora, Tümpelflora und weiteren gefährdeten Artengruppen. Zusätzlich wurden genetische Untersuchungen durchgeführt und die Ex-situ-Förderung weiterentwickelt.
Parallel dazu wird ein amtsübergreifendes Konzept zur Artenförderung erarbeitet, das die Prioritäten und Zuständigkeiten künftig noch besser aufeinander abstimmen soll. Damit wurden wichtige Voraussetzungen geschaffen, um die Förderung prioritärer Arten im Kanton Graubünden gezielt und langfristig zu stärken.

Umsetzungsziele
- Der Kanton erarbeitet ein Konzept zur Förderung von national prioritären Arten und setzt darauf basierend gezielt Aktionspläne um.
- Die Bestände besonders prioritärer Handlungsarten sowie der Erfolg der Aktionspläne werden in artspezifischen Monitoringprogrammen überwacht.
Einblick in die Arbeit
Aus dem Newsroom
Alle Berichterstattungen in öffentlichen Medien bündeln und teilen wir hier. Der Newsroom wird laufend erweitert und aktualisiert.

Nistkästen aus Rothenbrunnen sollen Gartenrotschwanz ins Domleschg locken
Die Kulturlandschaft im Domleschg ist ein ideales Zuhause für den Gartenrotschwanz. Ein Beitrag von Dunja L. Meyer im Pöschtli vom 21. Mai 2026.

Vogelwarte.ch | Fachbericht
Graubünden ist nicht nur ein Kanton der Berge, sondern auch ein Hotspot der Vogelvielfalt. Diese Vielfalt bringt Verantwortung mit sich: Eine neu erarbeitete Liste zeigt nun auf, für welche Vogelarten der Kanton Graubünden im nationalen Vergleich eine besonders wichtige Rolle spielt.

Ideales Zuhause für den Garten-Rotschwanz (Pöschtli 23.04.206)
Förderprojekt für den kleinen Singvogel im Domleschg. Ein Beitrag im Pöschtli vom 23. April 2026.


