Seltene, prioritäre Arten

Besonders seltene und prioritäre Arten im Kanton erhalten und fördern

Der Frauenschuh (Foto © Thomas Marent)
Der Frauenschuh (Foto © Thomas Marent)

Stand der Dinge

Unser Motto: «Das Machbare tun». Wir machen Fortschritte sichtbar – mit Einblicken in die Projekte, mit Bildern, Filmen und Geschichten aus der Umsetzung. Der Stand wird jährlich aktualisiert, neue Inhalte kommen laufend dazu.

Graubünden beherbergt zahlreiche seltene und gefährdete Arten, für deren Erhaltung der Kanton eine besondere Verantwortung trägt. Grundlage für ihren Erhalt sind intakte, ausreichend grosse und miteinander vernetzte Lebensräume. Für manche Arten reicht die Lebensraumförderung jedoch nicht mehr aus. Ihre Bestände sind bereits so stark zurückgegangen, dass zusätzliche, gezielte Fördermassnahmen notwendig sind. Mit der Massnahme M16 erarbeitet und koordiniert der Kanton die dafür nötigen Grundlagen und setzt konkrete Förderprogramme für prioritäre Arten und Artengruppen um.

Im Jahr 2025 wurden wichtige Grundlagenarbeiten vorangetrieben. Die Liste der kantonalen Prioritätsarten bei den Vögeln wurde erarbeitet und veröffentlicht. Zudem wurden die Arbeiten an einem Auerhuhnkonzept aufgenommen. Für die Artengruppen Vögel, Fische und Krebse sowie mittelgrosse und grosse Säugetiere wurde ein Gesamtkonzept Artenförderung erarbeitet. Bestehende Ablaufplanungen zu den Aktionsplänen für Fischotter und Dohlenkrebs wurden aktualisiert.

Auch die konkrete Umsetzung der Artenförderung wurde ausgebaut. Im Bereich Fauna befanden sich acht Aktionspläne in der Umsetzung, drei weitere wurden neu erarbeitet. Hinzu kamen mehrere Förderprogramme für einzelne Arten sowie für ganze Artengruppen. Bei den Pflanzen liefen 27 Aktionspläne sowie Projekte zur Ackerbegleitflora, Rebbergflora, Tümpelflora und weiteren gefährdeten Artengruppen. Zusätzlich wurden genetische Untersuchungen durchgeführt und die Ex-situ-Förderung weiterentwickelt.

Parallel dazu wird ein amtsübergreifendes Konzept zur Artenförderung erarbeitet, das die Prioritäten und Zuständigkeiten künftig noch besser aufeinander abstimmen soll. Damit wurden wichtige Voraussetzungen geschaffen, um die Förderung prioritärer Arten im Kanton Graubünden gezielt und langfristig zu stärken.

Umsetzungsziele

  • Der Kanton erarbeitet ein Konzept zur Förderung von national prioritären Arten und setzt darauf basierend gezielt Aktionspläne um.
  • Die Bestände besonders prioritärer Handlungsarten sowie der Erfolg der Aktionspläne werden in artspezifischen Monitoringprogrammen überwacht.
Massnahmenblatt

Einblick in die Arbeit

Foto © Nina Holenstein
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Foto © Nina Holenstein
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Foto © Nina Holenstein
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