Besucherlenkung / Rangerdienste
Natur erleben unter kundiger Führung - Rangerdienstleistungen

Stand der Dinge
Unser Motto: «Das Machbare tun». Wir machen Fortschritte sichtbar – mit Einblicken in die Projekte, mit Bildern, Filmen und Geschichten aus der Umsetzung. Der Stand wird jährlich aktualisiert, neue Inhalte kommen laufend dazu.
22. Mai 2026
Wenn der Nutzungsdruck auf teils sensible Naturräume steigt, gewinnt die Besucherlenkung an Bedeutung. Rund 80 Bündner Gemeinden signalisierten in einer Umfrage Interesse an Rangerdienstleistungen, um die Lenkung der Besuchenden besser zu meistern.
Mit der Machbarkeitsstudie zur Rangerausbildung in Graubünden, dem Basiskurs «Aufsicht in Naturräumen» im Herbst 2024 und dem Start des Lehrgangs «Ranger mit Diplom BZW Lyss» im August 2025 in Maienfeld wurden drei zentrale Meilensteine bei der Massnahmenumsetzung erreicht.
Ende 2025 lagen Situationsanalysen für den Nutzungsdruck in der Region Engiadina Bassa (Pro Terra Engiadina) und in der Moorlandschaft San Bernardino (Verein Paradisea) vor. Beide Trägerschaften planen Rangerdienste ab 2026 bzw. 2027. Weitere Analysen für die Moorlandschaft Stazerwald (Gemeinde Celerina) und die Innauen Bever (Verein Auenwelt Engadin) stehen kurz vor dem Abschluss. Im Raum Stazersee sind bereits seit 2024 Ranger im Auftrag der Gemeinde Celerina im Einsatz; dieses Angebot soll weitergeführt werden. Für die Inn-Auen bei Bever ist ein Pilot-Rangerdienst ab 2026 vorgesehen.
Parallel wurde ein standardisiertes Vorgehen zur Erarbeitung von Finanzierungsgesuchen von Rangerdiensten entwickelt. Die Koordinationsstelle Rangerdienste stand hierfür mit acht Trägerschaften im Austausch.
Zunehmend rücken Fragen eines umfassenden Besuchendenmanagements in den Fokus, in dem Rangerdienste eine zentrale Rolle spielen können. Die Bedürfnisse werden gemeinsam mit den verschiedenen Akteuren geklärt. Mögliche Lösungswege werden zusammen entwickelt.

Umsetzungsziele
- Der Kanton fördert den Aufbau und den Betrieb von Rangerdienstleistungen in Hotspot-Gebieten.
- Der Kanton sorgt dafür, dass Rangerdienste ihre Dienstleistungen auf einem guten und einheitlichen Niveau erbringen.
- Der Kanton definiert für die von ihm unterstützten Rangerdienste die Anforderungen an die konzeptionellen Grundlagen (Besucherlenkungskonzepte) und die Ausbildung von Rangerinnen und Ranger.
- Ab 2024 wird ein erster Lehrgang für Rangerinnen und Ranger in Graubünden nach dem Muster der Ausbildung des Verbands Swiss Ranger ausgeschrieben.
Aus dem Newsroom
Alle Berichterstattungen in öffentlichen Medien bündeln und teilen wir hier. Der Newsroom wird laufend erweitert und aktualisiert.

Geben und Nehmen
Der Druck auf artenreiche Lebensräume nimmt tendenziell zu – was Rangerinnen und Ranger dagegen tun können. Ein Artikel in der Bündner Woche vom 21. Mai 2025.