Biodiversitätsfreundliche Siedlungen

Unterstützung von Gemeinden sowie Organisationen und Firmen bei Bestrebungen zur ökologischen Aufwertung und Pflege von Grünflächen

Begrünung Stadt Chur (Foto © Walter Schmid)
Begrünung Stadt Chur (Foto © Walter Schmid)

Stand der Dinge

Unser Motto: «Das Machbare tun». Wir machen Fortschritte sichtbar – mit Einblicken in die Projekte, mit Bildern, Filmen und Geschichten aus der Umsetzung. Der Stand wird jährlich aktualisiert, neue Inhalte kommen laufend dazu.

Im Zentrum der Massnahmenumsetzung steht der Aufbau und Betrieb eines Programms zur Unterstützung von Gemeinden sowie Organisationen und Firmen mit grossen Immobilienportfolios. Ziel ist die Förderung von naturnahen, klimafitten, attraktiven Grünflächen mit pflegeleichtem Unterhalt. Erfahrungen aus zehn Kantonen (AG, BE, FR, LU, OW, SG, TG, UR, VS, ZH) wurden systematisch ausgewertet. Bewährte Ansätze sollen auch in Graubünden wirken.

Die in den Kantonen St.Gallen und Thurgau seit acht Jahren erprobte Methodik wird in einer Pilotphase im Bündner Rheintal getestet, wo im Siedlungsraum ökologische Defizite bestehen. Beteiligt sind die Pensionskasse Graubünden (Wohnsiedlungen), die Psychiatrischen Dienste Graubünden (Parkanlagen), die Stadt Chur (Schulanlagen und weitere Flächen), die Pilotgemeinde Domat/Ems (gemeindeeigene Grünflächen und Aussenräume von Schul- und Sportanlagen) sowie das Hochbauamt Graubünden (vgl. Massnahme 14).

Das einheitliche und pragmatische Vorgehen umfasst drei Phasen: Situations- und Potenzialanalyse mit konkreten Aufwertungsvorschlägen, Entscheidungsfindung und Umsetzung sowie Unterhalt und Pflege. Besonders geschätzt werden die fundierten Planungsgrundlagen inklusive Kostenschätzungen. Der frühzeitige Einbezug des Unterhalts trägt dazu bei, tragfähige Lösungen zu entwickeln und Investitionen langfristig zu sichern – denn ökologische Aufwertungen entfalten nur Wirkung, wenn sie dauerhaft erhalten bleiben.

Erste Projekte sind bereits umgesetzt, darunter Aufwertungen beim Schulhaus Lachen unter Einbezug von Schülerinnen und Schülern sowie Massnahmen bei Grünflächen und bei der Sporthalle Vial in Domat/Ems. Lokalzeitungen berichteten darüber. Weitere Umsetzungen folgen im Herbst 2026, unter anderem in der Klink Beverin in Cazis und in einer Wohnsiedlung in Chur.

Das Gemeindepaket steht kurz vor dem Abschluss (Mitte 2026). Parallel dazu wird das Firmenpaket weiterentwickelt. Mit Davos als zusätzlicher Pilotgemeinde ab 2026 werden zudem Erkenntnisse für höher gelegene Siedlungsräume gewonnen.

Umsetzungsziele

  • Der Kanton stärkt den Erfahrungsaustausch zwischen und mit Umsetzungspartnern in den Gemeinden zur Förderung der Biodiversität im Siedlungsraum.
  • Der Kanton unterstützt die Gemeinden bei der Erarbeitung und/oder Umsetzung eines Konzepts zur Förderung der Biodiversität auf den gemeindeeigenen Grünflächen.
  • Der Kanton unterstützt Organisationen und Firmen mit grossen Immobilienportfolios (z. B. Pensionskasse Graubünden) bei der Erarbeitung und/oder Umsetzung eines Konzepts zur Förderung der Biodiversität auf den eigenen Grünflächen.
Massnahmenblatt

Einblick in die Arbeit

Foto © Sandra Limacher
Foto © Sandra Limacher

Domat/Ems

Domat/Ems ist eine der Gemeinden, in denen das Potenzial für die Förderung der Biodiversität genau analysiert wurde. Biodiversitätsförderung beginnt in Graubünden mit Gesprächen vor Ort. Mitarbeitende vom Werkhof und weitere Beteiligte besprechen gemeinsam, wie Flächen ökologisch aufgewertet und langfristig gepflegt werden können.

Foto © ANU
Foto © ANU

Domat/Ems

Die Massnahme «Biodiversitätsfreundliche Siedlungen» setzt dort an, wo viele Menschen täglich mit Natur in Berührung kommen. Auch bei modernen Überbauungen und öffentlichen Anlagen bereichern  gezielte Aufwertungsmassnahmen das Landschaftsbild und bieten gleichzeitig zahlreichen Tierarten Nahrung und Unterschlupf.

 

Foto © ANU
Foto © ANU

Domat/Ems

Für die zahlreichen einheimischen Bäume und Sträucher müssen zuerst Pflanzlöcher ausgehoben werden. Eine schweisstreibende Arbeit, die den Grundstein für mehr Biodiversität legt.

Foto © ANU
Foto © ANU

Domat/Ems

Rund 600 einheimische Sträucher und Bäume werden hier gepflanzt, erste Sitzgelegenheiten und ein Brunnen platziert. Ein neuer Begegnungsort entsteht – eine Oase für Mensch und Natur.

Foto © ANU
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Stadt Chur

Vor der Aufwertung dominierten versiegelte und kiesige Flächen oder monotone Grünflächen das Schulhausareal Lachen. Obwohl einzelne Bäume vorhanden waren, fehlten weitgehend blütenreiche Lebensräume für Insekten, Vögel und andere Tiere. Schülerinnen und Schüler stellten selbst fest, dass es rund ums Schulhaus nur wenige naturnahe Bereiche gab.

Foto © ANU
Foto © ANU

Stadt Chur

Gemeinsam mit der Stadtgärtnerei, dem WWF und Lehrpersonen gestalten die Kinder ihr Schulhausareal naturnäher. Mit viel Engagement setzen sie einheimische Sträucher und Wildstauden ein, die künftig Nahrung und Lebensraum für zahlreiche Tierarten bieten sollen.

Foto © ANU
Foto © ANU

Stadt Chur

Die neuen Pflanzen bilden die Grundlage für eine vielfältigere Umgebung. Wildstauden, Sträucher und später auch neue Bäume sollen Schatten spenden, die Umgebung kühlen und Lebensräume für Insekten, Vögel und andere Tiere schaffen.

Foto © ANU
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Stadt Chur

Trotz Regen packen die Schülerinnen und Schüler tatkräftig mit an. Die Pflanzaktion ist Teil eines Pilotprojekts zur Umsetzung der Biodiversitätsstrategie Graubünden. Ziel ist es, das Schulhausareal schrittweise naturnäher und klimaresistenter zu gestalten und gleichzeitig die Kinder aktiv in diesen Prozess einzubeziehen.

Aus dem Newsroom

Alle Berichterstattungen in öffentlichen Medien bündeln und teilen wir hier. Der Newsroom wird laufend erweitert und aktualisiert.

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Mehr Natur auf dem Schulhausareal Lachen

Ein Beitrag im Churer Magazin Nr. 6 vom 6. Juni 2026.

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Mehr Natur fürs Dorf

Im Vial in Domat/Ems entsteht derzeit ein neuer Begegnungsort – eine Oase für Mensch und Natur. Ein Artikel in der Ruinaulta Nr. 13 vom 27. März 2026.

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