Biodiversitätsfreundliche Siedlungen
Unterstützung von Gemeinden sowie Organisationen und Firmen bei Bestrebungen zur ökologischen Aufwertung und Pflege von Grünflächen

Stand der Dinge
Unser Motto: «Das Machbare tun». Wir machen Fortschritte sichtbar – mit Einblicken in die Projekte, mit Bildern, Filmen und Geschichten aus der Umsetzung. Der Stand wird jährlich aktualisiert, neue Inhalte kommen laufend dazu.
22. Mai 2026
Im Zentrum der Massnahmenumsetzung steht der Aufbau und Betrieb eines Programms zur Unterstützung von Gemeinden sowie Organisationen und Firmen mit grossen Immobilienportfolios. Ziel ist die Förderung von naturnahen, klimafitten, attraktiven Grünflächen mit pflegeleichtem Unterhalt. Erfahrungen aus zehn Kantonen (AG, BE, FR, LU, OW, SG, TG, UR, VS, ZH) wurden systematisch ausgewertet. Bewährte Ansätze sollen auch in Graubünden wirken.
Die in den Kantonen St.Gallen und Thurgau seit acht Jahren erprobte Methodik wird in einer Pilotphase im Bündner Rheintal getestet, wo im Siedlungsraum ökologische Defizite bestehen. Beteiligt sind die Pensionskasse Graubünden (Wohnsiedlungen), die Psychiatrischen Dienste Graubünden (Parkanlagen), die Stadt Chur (Schulanlagen und weitere Flächen), die Pilotgemeinde Domat/Ems (gemeindeeigene Grünflächen und Aussenräume von Schul- und Sportanlagen) sowie das Hochbauamt Graubünden (vgl. Massnahme 14).
Das einheitliche und pragmatische Vorgehen umfasst drei Phasen: Situations- und Potenzialanalyse mit konkreten Aufwertungsvorschlägen, Entscheidungsfindung und Umsetzung sowie Unterhalt und Pflege. Besonders geschätzt werden die fundierten Planungsgrundlagen inklusive Kostenschätzungen. Der frühzeitige Einbezug des Unterhalts trägt dazu bei, tragfähige Lösungen zu entwickeln und Investitionen langfristig zu sichern – denn ökologische Aufwertungen entfalten nur Wirkung, wenn sie dauerhaft erhalten bleiben.
Erste Projekte sind bereits umgesetzt, darunter Aufwertungen beim Schulhaus Lachen unter Einbezug von Schülerinnen und Schülern sowie Massnahmen bei Grünflächen und bei der Sporthalle Vial in Domat/Ems. Lokalzeitungen berichteten darüber. Weitere Umsetzungen folgen im Herbst 2026, unter anderem in der Klink Beverin in Cazis und in einer Wohnsiedlung in Chur.
Das Gemeindepaket steht kurz vor dem Abschluss (Mitte 2026). Parallel dazu wird das Firmenpaket weiterentwickelt. Mit Davos als zusätzlicher Pilotgemeinde ab 2026 werden zudem Erkenntnisse für höher gelegene Siedlungsräume gewonnen.

Umsetzungsziele
- Der Kanton stärkt den Erfahrungsaustausch zwischen und mit Umsetzungspartnern in den Gemeinden zur Förderung der Biodiversität im Siedlungsraum.
- Der Kanton unterstützt die Gemeinden bei der Erarbeitung und/oder Umsetzung eines Konzepts zur Förderung der Biodiversität auf den gemeindeeigenen Grünflächen.
- Der Kanton unterstützt Organisationen und Firmen mit grossen Immobilienportfolios (z. B. Pensionskasse Graubünden) bei der Erarbeitung und/oder Umsetzung eines Konzepts zur Förderung der Biodiversität auf den eigenen Grünflächen.
Einblick in die Arbeit
Aus dem Newsroom
Alle Berichterstattungen in öffentlichen Medien bündeln und teilen wir hier. Der Newsroom wird laufend erweitert und aktualisiert.

Mehr Natur auf dem Schulhausareal Lachen
Ein Beitrag im Churer Magazin Nr. 6 vom 6. Juni 2026.

Mehr Natur fürs Dorf
Im Vial in Domat/Ems entsteht derzeit ein neuer Begegnungsort – eine Oase für Mensch und Natur. Ein Artikel in der Ruinaulta Nr. 13 vom 27. März 2026.







