Der Vergandung entgegenwirken

Das Naturerbe erhalten

Ziegenweide Soglio (Foto © Oekoskop)
Ziegenweide Soglio (Foto © Oekoskop)

Stand der Dinge

Unser Motto: «Das Machbare tun». Wir machen Fortschritte sichtbar – mit Einblicken in die Projekte, mit Bildern, Filmen und Geschichten aus der Umsetzung. Der Stand wird jährlich aktualisiert, neue Inhalte kommen laufend dazu.

Zahlreiche Trockenwiesen- und weiden sowie Flachmoore von nationaler, regionaler und lokaler Bedeutung weisen grössere Teilflächen auf, die brachliegen und verbuschen. Artenreiches Kulturland geht verloren, die Landschaftsqualität leidet. Dem wollen wir entgegenwirken.

Vorleistungen zur Massnahme 9 wurden bereits vor dem Umsetzungsbeginn der Biodiversitätsstrategie Graubünden erbracht. Bis Ende 2024 entstanden 252 Massnahmenpläne gemäss Pflichtenheft des Brachenprojekts. Zudem wurden 121 Ersteingriffe oder Minimalpflegen umgesetzt. Insgesamt konnten zwischen 2020 und 2024 rund 89 ha aufgewertet oder gepflegt werden. Davon sind etwa 10 ha neu in die Landwirtschaftliche Nutzfläche überführt worden, und für 79 ha Biotopflächen bestehen neu Bewirtschaftungsverträge.

Im Jahr 2025 wurden 13 neue Massnahmenpläne in den Gemeinden Landquart, Samnaun, St. Moritz, Trin und Untervaz erarbeitet. Weitere 9 Pläne entstanden im Rahmen der Leistungsvereinbarung mit dem Naturpark Beverin. Für Ersteingriffe und Minimalpflegen wurden 53 Einsatzwochen geleistet (51 durch Zivildienstleistende, 2 durch die Jungprofi-Gruppe Pro Biotop). Ergänzend erfolgten Einsätze durch lokale Forstdienste, Landwirtschaftsbetriebe und Stiftungen. Ein Eichtag für die im Brachenprojekt tätigen Ökobüros fand am 23. September statt. Die Umsetzungsarbeiten wurden fachlich begleitet, und eine Wirkungskontrolle inklusive Auswertung aller Aufnahmen seit 2019 wurde abgeschlossen.

Umsetzungsziele

  • Bis ins Jahr 2028 werden 90 % der Trockenwiesen und -weiden- (TWW) sowie der Flachmoore von nationaler, regionaler und lokaler Bedeutung mit grossem und mittlerem Handlungsbedarf einer nachhaltigen Nutzung zugeführt (d.h. die Nutzung ist mittelfristig gesichert, auf die konkreten örtlichen Schutzziele ausgerichtet und finanzierbar).
Massnahmenblatt

Einblick in die Arbeit

Foto © Mayk Wendt
Foto © Mayk Wendt

Einsatz für Kulturland und wertvolle Lebensräume mit vertrauten und selten gewordenen Tier- und Pflanzenarten. Ohne Bewirtschaftung stünde hier in wenigen Jahren ein dichter Gebüschwald.

Foto © Mayk Wendt
Foto © Mayk Wendt

Neben Zivildienstleistenden arbeiten auch angehende Landwirte, Forstwarte und Landschaftsgärtner im Projekt mit. Auch immer mehr Bäuerinnen und Bauern erklären sich bereit, die Tradition des Wildheuens weiterzuführen.

Foto © Mayk Wendt
Foto © Mayk Wendt

Das Vorgehen ist klar strukturiert. Zuerst wird analysiert, wo das Problem liegt. Dann folgt ein Ersteingriff: junge Bäume zurückschneiden.

Das Projekt im Film

Aus dem Newsroom

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Foto © Mayk Wendt

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