Moore

Hydrologisch beeinträchtigte Moore im Kanton – revitalisieren und sanieren

Moorsanierung, Jeninser Alp und Maienfelder Vorderalp (Foto © Markus Camastral)
Moorsanierung, Jeninser Alp und Maienfelder Vorderalp (Foto © Markus Camastral)

Stand der Dinge

Unser Motto: «Das Machbare tun». Wir machen Fortschritte sichtbar – mit Einblicken in die Projekte, mit Bildern, Filmen und Geschichten aus der Umsetzung. Der Stand wird jährlich aktualisiert, neue Inhalte kommen laufend dazu.

In Graubünden sind schätzungsweise weit über 200 Moore von nationaler, regionaler oder lokaler Bedeutung in ihrem Wasserhaushalt beeinträchtigt. Damit wir diese Defizite gezielt und systematisch beheben können, wurden Eckpunkte für die strategische Planung definiert. Das schafft Klarheit und ermöglicht konkretes Handeln.

Erste «Verdachtsobjekte» haben wir vor Ort untersucht und ihren Sanierungsbedarf eingeschätzt. 2025 konnte am Glaspass ein grosses Flachmoor erfolgreich revitalisiert und gleichzeitig die Bewirtschaftung vereinfacht werden. Zehn weitere Projekte sind in Planung. So entsteht Schritt für Schritt eine solide Basis, um die wertvollen Moorlandschaften Graubündens langfristig zu erhalten und aufzuwerten.

Ein Leitfaden zur Entgeltung von Grundeigentümern und Bewirtschaftenden ist erarbeitet. Dies schafft eine zusätzliche wichtige Voraussetzung für die Umsetzung.

Umsetzungsziele

  • Der Kanton revitalisiert und saniert hydrologisch beeinträchtigte Hoch- und Flachmoore von nationaler, regionaler und lokaler Bedeutung, wobei landwirtschaftliche Interessen berücksichtigt werden sollen.
Massnahmenblatt

Einblick in die Arbeit

Foto © Mayk Wendt
Foto © Mayk Wendt

Das Moor am Glaspass während den Arbeiten zur Revitalisierung. Ziel ist es, dem Moor sein Wasser zurückzugeben und möglichst bodenschonend zu arbeiten. Um den Wasserspiegel anzuheben, werden Holzschwellen und Holz-Spuntwände in die Gräben eingebaut.

Foto © Mayk Wendt
Foto © Mayk Wendt

Ein Teil der Gräben wurde mit Sägemehl gefüllt – ein Material, das sich im Moor ähnlich verhält wie Torf. Anschliessend hat man die Gräben mit zuvor geborgenen Grasnarben bedeckt. Das Moor kann sich regenerieren, und gleichzeitig wird die extensive Bewirtschaftung vereinfacht.

Foto © Mayk Wendt
Foto © Mayk Wendt

Im Moore hat es wieder Wasser, das Leben kehrt zurück.

Das Projekt im Film

Aus dem Newsroom

Alle Berichterstattungen in öffentlichen Medien bündeln und teilen wir hier. Der Newsroom wird laufend erweitert und aktualisiert.

Foto © Mayk Wendt

Von einzigartigen Lebensräumen und zukunftsweisenden Eingriffen: Moore im Fokus

Was wie ein Eingriff in die Idylle wirkt, ist am Glaspass eine Investition in die Zukunft: Mit schweren Maschinen wird ein Flachmoor von nationaler Bedeutung gezielt wiederbelebt.

So erhält der sensible Lebensraum sein Wasser zurück – und mit ihm die Grundlage für Artenvielfalt und Klimaschutz. Gleichzeitig wurde eine dauerhaft tragfähige Bewirtschaftung
ermöglicht.

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