Optimierung der BFF-Massnahmen

Erhaltung und Förderung der Biodiversität auf der landwirtschaftlichen Nutzfläche und im Sömmerungsgebiet

Blick vom Regitzerspitz auf die Bündner Herrschaft (Foto © Marco Hartmann)
Blick vom Regitzerspitz auf die Bündner Herrschaft (Foto © Marco Hartmann)

Stand der Dinge

Unser Motto: «Das Machbare tun». Wir machen Fortschritte sichtbar – mit Einblicken in die Projekte, mit Bildern, Filmen und Geschichten aus der Umsetzung. Der Stand wird jährlich aktualisiert, neue Inhalte kommen laufend dazu.

Ab voraussichtlich 2028 werden die bisherigen Beiträge für Vernetzung und Landschaftsqualität im neuen Beitrag für regionale Biodiversität und Landschaftsqualität zusammengeführt. Diese im Rahmen der Agrarpolitik (AP22+) beschlossene Zusammenführung soll den administrativen Aufwand reduzieren, Synergien besser nutzen und die Wirksamkeit der Biodiversitätsfördermassnahmen erhöhen. Die Kantone erarbeiten hierfür entsprechende Projekte (PrBL). Da diese teilweise ähnliche Optimierungen wie die Massnahme 8 der Biodiversitätsstrategie Graubünden verfolgen, wurden die konkreten Bundesvorgaben zunächst abgewartet. In zwei Workshops haben wir gemeinsam mit den für die Vernetzungs- und Landschaftsqualitätsprojekten zuständigen Ökobüros analysiert und festgelegt, welche bisherigen Biodiversitätsfördermassnahmen in das PrBL überführt oder angepasst werden sollen. Als fachlicher Rahmen dienen dabei die Vorgaben von Massnahme 8 der Biodiversitätsstrategie Graubünden.

Umsetzungsziele

  • Die Umsetzung und ökologische Wirkung der bestehenden Massnahmen zur Erhaltung und Förderung der Biodiversität auf der landwirtschaftlichen Nutzfläche und im Sömmerungsgebiet (DZV & NHG) werden evaluiert; die Fördermassnahmen werden auf dieser Basis so optimiert, dass sie gut im Gesamtbetrieb eingebettet sind und noch stärker zur Erhaltung der regionalen Biodiversität und ihrer Resilienz gegenüber Veränderungen (z. B. Klimawandel) beitragen.
  • Die kantonalen Ziel- und Leitarten (Arten der Umweltziele Landwirtschaft UZL + Handlungsarten) werden mit bestehenden Fördermassnahmen noch gezielter gefördert. Die räumliche Verteilung der Biodiversitätsförderflächen und Lebensraumstrukturen entlang dem Höhengradienten, deren Vernetzung, Qualität und Bewirtschaftung werden optimiert. Die Eindämmungsmöglichkeiten von invasiven Neophyten werden dabei laufend genutzt und unterstützt.
  • Die optimierten Massnahmen werden, wo nötig, getestet, bevor die kantonale Vernetzungsrichtlinie und die kantonalen Beitragsansätze (Vernetzungs- und NHG-Anteile) formell angepasst werden.
  • Die Betriebsleitenden werden rechtzeitig und umfassend über optimierte Massnahmen informiert und im Interesse einer guten Einbettung in den Gesamtbetrieb durch das zuständige Ökobüro fachlich fundiert beraten und motiviert.
Massnahmenblatt