Semenza Retica

Begrünung mit gebietseigenem Saatgut

Saatgut Semenza Retica (Foto © Andreas Bosshard)
Saatgut Semenza Retica (Foto © Andreas Bosshard)

Stand der Dinge

Unser Motto: «Das Machbare tun». Wir machen Fortschritte sichtbar – mit Einblicken in die Projekte, mit Bildern, Filmen und Geschichten aus der Umsetzung. Der Stand wird jährlich aktualisiert, neue Inhalte kommen laufend dazu.

Im Kanton Graubünden fallen durch Bautätigkeit jährlich grosse Flächen an, die wieder begrünt werden müssen. Wo immer möglich, wird konsequent die Sodenversetzung eingesetzt – in der Regel die ökologisch beste Methode. Für Flächen, auf denen dies nicht möglich ist, wird gebietseigenes Saatgut benötigt.

Seit September 2025 ist gebietseigenes Saatgut für sieben Teilregionen verfügbar: Herrschaft / unteres Churer Rheintal / unteres Prättigau, Domleschg, Surselva, Viamala/Schams, Oberengadin, Münstertal sowie Prättigau/Davos. Für das Misox kann allenfalls Saatgut aus dem angrenzenden Tessin genutzt werden. In den Regionen Schanfigg, Unterengadin, Bergell und Puschlav besteht derzeit noch kein Angebot.

Ein Merkblatt bietet einen kompakten Überblick zu Semenza Retica, den Vorteilen gebietseigenen Saatguts, Bezugsquellen, den Abläufen für Begrünungen sowie Kontaktadressen.

Der Austausch mit wichtigen Akteuren wurde gezielt ausgebaut, unter anderem mit dem Bündner Bauernverband, dem Plantahof, dem Tiefbauamt, dem Amt für Wald und Naturgefahren, den Bündner Bergbahnen und dem Graubündner Baumeisterverband. Gemeinsam mit dem Plantahof fanden zudem Feldbegehungen zu Themen wie Ackersäume und artenreiche Dauerwiesen statt.

Auch die Beratungstätigkeit wurde erweitert: Die Zahl der begleiteten Projekte und Anfragen stieg von 14 (2024) auf 24 (2025). Das wachsende Interesse an einheimischem Saatgut wurde durch Medienberichte und Social Media-Beiträgen zusätzlich gestärkt.

Wichtige Fortschritte wurden zudem in der Zusammenarbeit mit kantonalen Fachstellen erzielt. Für den Vollzug werden konkrete Richtlinien und Merkblätter erarbeitet, um den Einsatz gebietseigenen Saatguts im Tiefbauamt und im Amt für Wald und Naturgefahren systematisch zu verankern.

Umsetzungsziele

  • Im Kanton Graubünden sind regionale Saatgutdepots mit qualitativ hochstehendem autochthonem Saatgut für die wichtigsten Lebensraumtypen in Betrieb.
  • Saatgut für Biodiversitätsförderflächen (BFF) auf Acker steht zur Verfügung und seltene Ackerbegleitflora wird erhalten und gefördert.
Massnahmenblatt

Einblick in die Arbeit

Foto © Semenza Retica
Foto © Semenza Retica

Am Feldtag am Plantahof wurde der EBeetle vorgestellt, mit dem hochwertiges, gebietseigenes Saatgut flexibel und kostengünstig direkt vor Ort geerntet werden kann.

 

Foto © Semenza Retica
Foto © Semenza Retica

Gut besuchter Feldtag am Plantahof.

 

Aus dem Newsroom

Alle Berichterstattungen in öffentlichen Medien bündeln und teilen wir hier. Der Newsroom wird laufend erweitert und aktualisiert.

Merkblatt Semenza Retica

Merkblatt | Semenza Retica

Semenza Retica setzt sich für die Nutzung von autochthonem Saatgut in Graubünden ein – für mehr Artenvielfalt, stabilere Ökosysteme und eine nachhaltige Zukunft.

Zum Merkblatt

Gebietseigenes Saatgut als Chance für die Landwirtschaft

Die Bündner Landwirtschaft ist seit Jahren stark in der Förderung der Biodiversität engagiert. Semenza Retica ist ein Projekt, das ökologische Ziele und landwirtschaftlichen Nutzen verbindet. Laura Regli erklärt, warum gebietseigenes Saatgut für Betriebe im Kanton Graubünden interessant ist.

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